“Verschiedenheit” ein anderes Wort für Gabe

Zur Zeit bin ich dabei das Buch “Teilen, was wir sind und haben” zu lesen. Geschrieben wurde es von Tim Lind und K.Tshimika, die gemeinsam den Auftrag hatten, rund um den Globus in Seminaren und Schulungen über die Gabengemeinschaft zu lehren und zum teilen zu ermutigen.

Beim lesen bin ich dann auf ein paar sehr spannende Sätze gestoßen. 

“Lind: Wenn ich auf unsere Erfahrungen bis heute zurückblicke, fällt mir die reiche Vielfalt auf, die es in jeder Kirche und in jedem Land gibt. Manchmal kam es mir so vor, als ob Verschiedenheit einfach ein anderes Wort für Gabe ist. Und wenn wir erst einmal damit anfangen, bewusst über unsere Gaben und Unterschiede nachzudenken, sehen wir sie überall - Unterschiede beim Singen, Lobpreis, Familienleben, Gemeindeleben; Unterschiede im Kleidungsstil, beim Kochen und Essen, bei den verschiednen Sprachen und Akzenten. Verschiedenheit ist etwas wunderbares! Wie ironisch erscheint es da, dass wir häufig zulassen, dass unsere Unterschiede - unsere Gaben - uns teilen, uns trennen, als wäre es besser, wenn wir alle gleich wären! Leider wurden die grässlichsten Taten in der Geschichte der Menschheit aufgrund dieser wunderbaren Unterschiede begannen.”

Ich glaube dass es in den nächsten Jahren zu vielen notwendigen Veränderungen in unserer Gesellschaft, aber auch in christlichen Gemeinden kommen muss wird. Dabei ich finde den Gedanken sehr interessant, die unterschiedlichen “Empfindungen und Verstellungen bezüglich des Gemeindelebens nicht als trennende Unterschiede zu definieren, sondern eben als unterschiedliche Gaben, die alle ihrer Berechtigung haben. Für mich heißt das konkret: Ich muss nicht an alten Traditionen festhalten weil sie früher richtig waren. Aber das bedeutet zugleich auch, dass ich nicht von anderen erwarten kann, mit dem alten zu brechen, weil das moderne oder gar postmoderne nicht nur anders sondern auch “besser” ist.

Ich werde um “basicthinking.de/blog/” mitbieten!

Auf nach Erlangen